Am 29.10.2010 beschloss der Stadtrat der Stadt Blieskastel mit der Koalitionsmehrheit ein Verkehrskonzept, das das Gesicht unserer Stadt auf Jahrzehnte hin nachhaltig verändern wird.
Hierzu äußert sich DIE LINKE.Blieskastel wie folgt:
Selbstverständlich benötigt unsere Stadt ein neues, zukunftsweisendes, den Anforderungen der gewandelten Mobilität und Urbanität entsprechendes Verkehrskonzept. Insbesondere wenn man sich dem neu entwickelten Konzept der „cittaslow“, der gemütlichen Stadt, verpflichtet fühlen will.
Erste wichtige und richtige Wegmarken sind realisiert (Kreisel zwischen Mimbach und Webenheim) und der im Bau befindliche große Kreisel im Bereich der Stadteinfahrt.
Auch die geplanten Kreisel Richtung Blickweiler und auf Höhe des Rewe-Marktes, der an die Ortsumgehung Ost angebunden ist, können den Verkehr sinnvoll um die Altstadt herumführen und diese so entlasten.
Auch ist die geplante Spiel- und Ruhezone im Bereich des Luitpoldplatzes zu begrüßen.
So weit so gut!
DIE LINKE kritisiert das vorgelegte Konzept dennoch in dreierlei Hinsicht.
1) Es wurde offenbar versäumt, den Bliestalfreizeitweg geschickt und vor allem für Fahrradtouristen einladend an die Altstadt anzubinden. Die geplante, viel zu teure Unterführung in Höhe zwischen Kreissparkasse und Schlecker scheint dafür ein ungeeigneter Ersatz. Wie sich das Konzept jetzt gestaltet, wird man um die Altstadt eher großzügig herumgeleitet, als dass man eingeladen wird sie zu besuchen.
2) Der vor der Bliesgaufesthalle geplante Busbahnhof spricht allen Diskussionen der letzten Jahre um eine angemessene Bebauung des Altstadtrandes an dieser Stelle Hohn. Anstatt die stadtprägenden Achsen Kardinal Wendel Straße und vor allem Von der Leyen Straße der städtebaulichen Situation angemessen zu gestalten, soll ein technisches Bauwerk (sprich Busbahnhof) errichtet werden, das wahrlich nicht geeignet sein kann, ein einzigartiges barockes Ensemble sinnvoll abzuschließen!
3) Da durch die geplanten Baumaßnahmen das Stadtbild nachhaltig verändert werden wird, ist es für DIE LINKE völlig unverständlich, dass keine breite Bürgerdiskussion angeregt wurde. Innerhalb von etwas mehr als 14 Tagen wurde ein Konzept durch die Gremien „gepeitscht“, das das Leben und Wirtschaften in unserer Stadt auf Jahrzehnte hinaus verändern wird. Ach eine hastig einberufene Informationsveranstaltung kann daran nichts ändern.
Bürgerdemokratie sieht nach Ansicht der LINKEN anders aus!
DIE LINKE appelliert, alle noch vorhandenen Planungs- und Ausführungsspielräume zu nutzen, um die Schwächen des Konzeptes zum dauerhaften Wohle der Bürgerinnen und Bürger entsprechend zu korrigieren.