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13. Dezember 2010

Eine Tafel für Blieskastel - Ein Offener Brief einer Bürgerin aus Blieskastel

Die Stadtratsfraktion der Partei DIE LINKE in Blieskastel wird immer öfter mit den Nöten der Bürgerinnen und Bürger konfrontiert.Sie dankt für dieses Vertrauen!Sie verspricht, trotz ihrer bescheidenen Möglichkeiten, diesen Nöten immer ein öffentliches Gehör zu verschaffen.Der folgende "Offene Brief einer Bürgerin" wird in der Stadtratssitzung am 16.12.2010 als Tischvorlage allen Fraktionen gereicht und wird Grundlage einer Anfrage an die Stadtverwaltung sein:

 

 

Offener Brief einer Bürgerin aus Blieskastel:

 

Blieskastel, den 2.12.2010

 

An die Bürgermeisterin und den Stadtrat in Blieskastel.

 

Sehr geehrte Anwesende,

 

ich bin Bürgerin der Stadt Blieskastel und im 76.Lebensjahr. Da ich Grundsicherung im Alter beziehe, ist mein Einkommen sehr beschränkt. Leider bin ich somit gezwungen, die Homburger „Tafel“ in Anspruch zu nehmen. Es ist mir ein Bedürfnis, Ihnen mitzuteilen, was ich erfahren habe. Vorweg sei noch gesagt, daß es sehr lobenswert ist, daß sich viele Menschen ehrenamtlich zur Verfügung stellen um alles zu bewältigen. Auch sei Dank an die Stadt, daß die Fahrtkosten für Leute ohne P.K.W. erstattet werden. Nun aber meine Anfrage: Haben alle Verantwortlichen sich überlegt, wie es für alte Leute im Winter ist??? Ich besitze keinen P.K.W. und bin deshalb auf den Bus angewiesen. Es ist schon beschwerlich von Blieskastel nach Erbach zu kommen, weil durch Schnee und Eis die Gefahr einer Verletzung besteht, denn alte Menschen laufen sehr unsicher auf glatten Wegen. In der Tafel werden Nummern gezogen, die von 001 bis über 200 gehen, die Ziehung erfolgt unwillkürlich und wenn man eine hohe Zahl bekommt, muß man 1-2 Stunden warten. Die Lebensmittelausgabe beginnt um 15h, bei zwei Stunden Wartezeit ist es schon 17h. Danach eine halbe Stunde warten bis der Bus von Erbach nach Homburg zum Bahnhof fährt. Eine viertel Stunde später erst eine Verbindung nach Blieskastel.

 

Meine Damen und Herren! Sie wissen ja selbst, daß es um 16h schon dunkel ist. Also kann man nicht mehr genau sehen, ob der Gehweg Eis und Schnee frei ist. Ein alter Mensch hat große Schwierigkeit, das zu bewältigen und wird den Weg nach Erbach scheuen, obwohl er die Hilfe dringend brauchte. Meine Frage an Sie: Ist es nicht möglich, daß man in einer Sammelstelle in Blieskastel unter Vorlage des Tafel-Ausweises ein paar Lebensmittel bekommt? Es wäre uns alten Menschen, die keinen P.K.W. besitzen oder Freunde, Bekannte u.s.w.haben, die sie zur Tafel nach Erbach fahren können, sehr geholfen.

 

 

Mit freundlichem Gruß

 

Eine alte Bürgerin der Stadt Blieskastel