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30. April 2010

Yvonne Ploetz will neue Debatte um „Grundrecht auf Ausbildung“

Anlässlich des 1. Mais, dem Kampf- und Feiertag der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, verweist die Bundestagsabgeordneten der LINKE Yvonne Ploetz erneut auf die prekäre Situation des Ausbildungsmarktes: Die Quote der betrieblichen Ausbildung sinkt von Jahr zu Jahr. Selbst in den konjunkturstarken Jahren 2007 und 2008 haben nur knapp 24 % der Betriebe ausgebildet. 2009 gab es einen Einbruch um mehr als 8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im Saarland lag die Einbruchsquote mit 9,3 Prozent noch über dem Bundesschnitt. Die Jugendarbeitslosigkeit ist enorm gestiegen. Prekäre Beschäftigungsformen nehmen unter Jugendlichen immer mehr zu. Rund 50 Prozent der Auszubildenden werden nicht übernommen. Junge Menschen sind die großen Verlierer der Krise!
Es muss verhindert werden, dass sich die deutschen Unternehmen und Betriebe noch mehr als bisher aus ihrer Verantwortung für die Bereitstellung einer ausreichenden Zahl qualifizierter betrieblicher Ausbildungsplätze für die junge Generation zurückziehen.
Wir fordern deshalb einen Rechtsanspruch auf Ausbildung und eine fondsgestützte Ausbildungsumlage.
Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages wird sich mit der durch DGB und Landesschülervertretungen eingebrachten Eingabe „Grundrecht auf Ausbildung“, die mehr als 72 000 MitzeichnerInnen unterstützen, beschäftigen.
DIE LINKE unterstützt die Petition „Grundrecht auf Ausbildung“ und spricht sich für eine öffentliche Anhörung aus. Wir werden im Parlament der Forderung nach einem Rechtsanspruch auf Ausbildung weiter Nachdruck verleihen.