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28. Juni 2011

Gregor Gysi besuchte Blieskastel

Auf Einladung der LINKE in Blieskastel besuchte Gregor Gysi, Fraktionsvorsitzender der LINKE im Bundestag das traditionelle Sommer-Brunnenfest in Blieskastel. Trotz anfänglichen Regenschauern folgten rund 200 Personen aus dem ganzen Saarland der Einladung. Und pünktlich als Gregor Gysi sich aus dem Hotel zur Post, durch die wunderschöne Barockstadt, auf den Weg ins idyllische Mühleneck machte, konnten die Regenschirme zugezogen werden. Er wurde durch großen Applaus, neugierige Blicke und die ersten beiden Hits der legendären Ackermann-Band herzlich empfangen. Trotz des enormen Ansturms auf die kleine Altstadtgasse, hatte das Team rund um die anliegende Gaststätte „Im Mühleneck“ alles im Griff. Nachdem auch die Vertreterinnen und Vertreter der Presse auf ihre Kosten gekommen waren, eröffnete die Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende des Ortsverbandes Blieskastel, Yvonne Ploetz, die Feierlichkeiten. Unterwegs hat Gregor noch mit seinem typischen Berliner Humor gewitzelt: „Wissen die Blieskasteler, dass ich komme?“ Natürlich! Alle, die gedrängt um die Bühne standen, sind ausschließlich wegen ihm gekommen. Auch die Landtagsabgeordneten Wolfgang Schumacher, Barbara Spaniol, Ralf Georgi und Dagmar Ensch-Engel sowie der Sozialdezernent der Stadt Saarbrücken, Harald Schindel und die vielen Vertreterinnen und Vertreter der saarlandweiten Kommunalpolitik. Oftmals bedauert wurde eine fehlende Begrüßung der ansässigen Bürgermeisterin oder einer Stellvertretung – und das parteiübergreifend. Natürlich war das kein Hindernis für den sympathischen Gysi, den Gästen eine knappe Stunde aus Politik und Gesellschaft zu berichten. Aufgelockert durch seine Kunst, Politik für jeden verständlich wiederzugeben und seine typische Mischung aus niveauvoller politischer Provokation und seinem unverkennbaren Wortwitz, konnte er die Angereisten begeistern. Sei es seine konsequente Ablehnung des Krieges in Afghanistan, die Kritik an der Ausgestaltung des anstehenden Atomausstieg, die notwenige Rettung Griechenlands, der Zerfall der Sozialsysteme und die fortwährenden Probleme durch die Agenda 2010, die ganz und gar realitätsfremde Rente mit 67, fehlende Demokratie, Arbeitnehmerfragen oder Frauenfußball – kein Thema ließ er aus. Besonders betont hat er dabei einen unfassbaren Umstand: „Meine Fraktion hat eine Anfrage an die Bundesregierung gerichtet. Dabei stellte sich heraus, dass es bei den AKW-Betreibern weniger als 6 000 Festangestellte, aber über 24 000 Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter und Beschäftigte von Fremdfirmen gibt. Die Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter verdienen im Schnitt nur zwei Drittel dessen, was Festangestellte verdienen   das muss man wissen – und    das ist der größte Skandal – sie sind einer doppelt so hohen Strahlenbelastung ausgesetzt wie die Festangestellten, weil sie immer wieder in die entsprechenden Bereiche geschickt werden. Das ist eine Unverschämtheit der Konzerne und eine Menschenverachtung sondergleichen!“ Immer wieder wurde seine Rede durch anhaltenden Applaus unterbrochen. Dazwischen herrschte gespannte Stille. Eine Stunde verging wie im Flug. Als Gregor Gysi das Mikrofon abgab, wurde er herzlich mit Autogrammwünschen und Anregungen aus dem Publikum umworben. Kultverdächtig ist seit dieser Stunde eine Blieskasteler Gießkanne, die nun den Namen Gysi trägt – natürlich eine Originalunterschrift. Eine kleine Auszeit bescherte ihm die Wirtin Karin, die ihn mit den saarländischen Spezialitäten Lyoner und Schwenker verwöhnte. Beides kannte er noch nicht, begeisterte ihn aber derart, dass er auf der Fahrt zum Flughafen noch davon schwärmte. Es bleibt nur ein Fazit: Es war ein rundum gelungener Tag. Wie unzählige Gäste berichteten: Ein Höhepunkt des Jahres in Blieskastel. Und damit ergeht ein riesiges Dankeschön an all diejenigen ohne die, ein solches Fest niemals möglich wäre: Gregor Gysi, die unermüdliche Karin mit ihrem Team, die Ackermann-Band und die vielen fleißigen Helfer der Blieskasteler LINKE.

Bilder sind unter HIER zu finden.