
27.1.2010: Heute vor 65 Jahren wurde das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz von Truppen der sowjetischen roten Armee befreit. Den Befreiern bot sich ein Bild des Grauens!
Der Ortsverband und die Stadtratsfraktion der LINKE in Blieskastel lud ein, um der verschleppten und ermordeten ehemaligen Mitbürgerinnen und Mitbürgern Blieskastels zu gedenken. Die wohl treffensten Orte um sich vor den Opfern zu verneigen, bieten die vor einem halben Jahr verlegten Gedenksteine. Der aus Köln stammende Künstler Gunter Demnig verlegte Pflastersteine, sogenannte Stolpersteine gegen das Vergessen. Auf der Messing-Oberfläche sind die Namen der geschändeten Mitbürgerinnen und Mitbürger und die Begleitumstände ihres Todes oder Verschwindens mit Schlagbuchstaben eingehämmert. Die Steine wurden in der Straße des letzten Wohnortes der Ermordeten oder Deportierten verlegt.
Auch in Niederwürzbach wurde den Opfern der Nazidiktatur gedacht. Daher wurden, gegen das Vergessen, die beiden Gedenksteine gesäubert und poliert. Sie befinden sich übrigens in der Bezirksstraße, auf Höhe der Bushaltestelle
vor dem Gasthaus Allgayer.
Jährlich sollen die Steine- und das heute zum ersten Mal- gepflegt werden um das Gedenken aufrecht zu erhalten.
Anwesend waren neben den Sponsoren der Stolpersteine, die Beigeordnete der Stadt Blieskastel Frau Brigitte Adamek-Rinderle, zahlreiche Mitglieder der Blieskasteler und Niederwürzbacher Linke und deren Vorsitzende Yvonne Ploetz sowie Initiator Dieter Geis. Er schloss seine einführende Ansprache mit dem eindringlichen Appell, der alle Menschen demokratischen Willens vereinen sollte: „Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!“